Axel Springer hebt Ergebnisprognose nach starkem ersten Halbjahr an

Axel Springer setzte im zweiten Quartal die positive Geschäftsentwicklung der ersten drei Monate fort und steigerte sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis deutlich. Treiber war das anhaltend dynamische Wachstum der digitalen Geschäftsmodelle.
Im ersten Halbjahr 2017 legten sie organisch um 10,7 Prozent zu.
Axel Springer verbesserte das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) deutlich um 16,2 Prozent auf EUR 317,2 Mio.

Axel Springer hebt Ergebnisprognose an

Für das Gesamtjahr wird nun ein Anstieg des EBITDA und des bereinigten Ergebnis je Aktie im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet, nachdem zuvor ein Anstieg im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich erwartet worden war.

Dr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE:

„Unsere Investitionen insbesondere in das internationale Digitalgeschäft zahlen sich aus. Das lässt sich vor allem an der weiterhin hervorragenden Entwicklung der Rubrikenangebote ablesen. Auch die Bezahlangebote hatten aufgrund der anhaltenden Wachstumsdynamik von BUSINESS INSIDER und der bisher bestvermarkteten ‚BILD für Alle’ zum 65. Jubiläum zwei starke Quartale.“

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter im Konzern nahm durch den anhaltenden Ausbau der digitalen Aktivitäten um 4,5 Prozent auf 15.664 zu (Vj: 14.986).

Bereinigter Konzernüberschuss legt zu

Die positive Geschäftsentwicklung schlug sich auch in dem um Sondereffekte und Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen bereinigten Konzernüberschuss nieder.

Er stieg im ersten Halbjahr um 15,9 Prozent auf EUR 169,5 Mio. Das bereinigte Ergebnis je Aktie verbesserte sich um 15,4 Prozent von EUR 1,20 auf EUR 1,38.

Finanzierungskonditionen optimiert

In den ersten sechs Monaten stieg der frei verfügbare Cashflow ohne Berücksichtigung von Effekten aus Immobilientransaktionen um 24,4 Prozent auf EUR 163,2 Mio. (Vj.: EUR 131,2 Mio.).

Die Nettoverschuldung erhöhte sich u.a. durch die Dividendenzahlung im April von EUR 1.035,2 Mio. zum Jahresende 2016 auf EUR 1.234,7 Mio. zum 30. Juni 2017. Zur weiteren Optimierung der Finanzierungskonditionen führte Axel Springer im Mai 2017 eine teilweise Kündigung, Wandlung sowie Neuzeichnung der bestehenden Schuldscheindarlehen durch.

Umsatzsteigerungen in allen operativen Segmenten

Das Segment Rubrikenangebote entwickelte sich im ersten Halbjahr weiter sehr erfreulich. Der Umsatz nahm um 15,6 Prozent auf EUR 491,0 Mio. zu (Vj.: EUR 424,7 Mio.).

Das organische Wachstum von 11,8 Prozent wurde dabei vor allem von deutlichen Zuwächsen bei den Job- und Immobilienportalen getragen. Darüber hinaus wirkten sich Konsolidierungseffekte vor allem aus der Einbeziehung von Land & Leisure aus.

Die Rubrikenangebote steigerten das EBITDA deutlich um 16,6 Prozent auf EUR 199,9 Mio. nach EUR 171,4 Mio. im Vorjahreszeitraum.

Um Konsolidierungs- und Währungseffekte bereinigt erhöhte sich das EBITDA um 13,3 Prozent. Mit einer leicht verbesserten EBITDA-Rendite von 40,7 Prozent (Vj.: 40,4 Prozent) blieben die Rubrikenangebote das profitabelste Segment im Konzern.

Nach dem starken Jahresauftakt konnten die Bezahlangebote ihre positive Entwicklung im zweiten Quartal weiter beschleunigen.

Hierzu trug auch eine BILD-Sonderausgabe im zweiten Quartal bei. Das Segment steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr insgesamt um 2,3 Prozent auf EUR 725,4 Mio. (Vj.: EUR 709,0 Mio.). Dies war maßgeblich auf das kräftige Wachstum der digitalen Aktivitäten insbesondere im Ausland zurückzuführen.

Dabei übertraf das Wirtschaftsnachrichtenangebot BUSINESS INSIDER das hohe Wachstumstempo der ersten drei Monate. Darüber hinaus schlugen sich hier Effekte aus der Erstkonsolidierung von eMarketer nieder.

Das Wachstum der digitalen Bezahlangebote konnte die marktbedingt rückläufige Entwicklung des Printgeschäfts mehr als ausgleichen.

Durch das Wachstum der Umsatzerlöse sowie durch anhaltende Kostendisziplin erhöhte sich das EBITDA des Segments um 33,6 Prozent auf EUR 110,9 Mio. (Vj.: EUR 83,0 Mio.).